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Das '''Sofa''' (auch '''Couch''', '''Kanapee''' oder '''Diwan''') ist ein mehrsitziges und Liegemöbel. Aufgrund ihres höheren s wird heute die Bettcouch der eher selten gewordenen vorgezogen, welche stark an das antike oder die moderne erinnert.

Bezeichnungen

Das Wort ''Sofa'' (Plural ''Sofas'') geht zurück auf .

''Diwan'' ist von '' ?aufzeichnen?, ?eintragen?, ?registrieren?, abgeleitet. Es verweist im deutschen Sprachraum seit 1806 in der Bedeutung ''Polsterbank'' (ursprünglich bezogen auf den bequemen Sitz eines Beamten) auf Sitzmöbel, wie man sie in orientalischen Amtsstuben findet, und wurde vor allem im 19. und 20. Jahrhundert verwendet. Regional kommen auch die Bezeichnungen '''Bettbank''' oder '''Bettcouch''' vor.

Geschichte

Schon in der griechischen Antike gab es ein Möbelstück zum Sitzen und Ruhen, die sogenannte . Sie spielte nicht nur im privaten Alltag eine bedeutende Rolle, sondern auch beim Speisen mit Gästen und in großer Gesellschaft. Im 6.?7. Jahrhundert v. Chr. wurden Klinen aus Marmor, Elfenbein, Holz oder Metall angefertigt.

Ab dem 17. Jahrhundert wurden Sofas erstmals in und hergestellt und waren ausschließlich dem Adel vorbehalten, da es sich um teure Luxusmöbel handelte. Anfangs waren die Holzmöbel sehr massiv, später sehr viel aufwendiger verziert und mit edlen Polsterstoffen bezogen, beispielsweise die opulenten Möbel am Hofe   Im Rokoko wurde der Stil der Sofas immer filigraner, florale Gestaltungselemente waren hier ausschlaggebend.

Die Funktion des Sofas war im 17. Jahrhundert auf das Liegen und Ausruhen tagsüber beschränkt. Allmählich entwickelten sich verschiedene Sofa-Arten wie die und hier besonders die Ohnmachtscouch. Diese diente im 19. Jahrhundert den Frauen zur Erholung nach einem Schwächeanfall. Sofas mit Sprungfedern und Rückenlehnen zum Anlehnen beim Sitzen kamen erst im 19. Jahrhundert auf und wurden im Zuge der zu Massenprodukten. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Sofa zum Alltagsmöbel für jedermann und wurde immer erschwinglicher. Garnituren aus mehreren Polstermöbeln waren in den meisten Haushalten zu finden. Zahlreiche Designer und Künstler entwarfen berühmte Sofas wie beispielsweise die schlichte ?Swan Couch? des Dänen oder das millionenfach verkaufte IKEA-Sofa .

Sofas existieren heute in zahlreichen Varianten. Das so genannte Ostfriesensofa ist ein Tisch- oder Küchensofa mit seitlich abklappbaren Armlehnen. Weitere Bauarten sind auch heute noch die , die , die und das ausziehbare oder ausklappbare Sofa, dessen Liegefläche sich durch einen einfachen Mechanismus zu einem Schlafplatz vergrößern lässt. Diese Bauart wird nach ihrer Funktion Schlafsofa genannt und hat den Vorteil, dass sie platzsparend ist.

Ein Sofa ist in privaten n, in der Flughafen-, in Kneipen sowie auch beim n und en zu finden. Bei letztgenannten soll es im Sprechzimmer für eine entspannte Atmosphäre sorgen und damit gute Voraussetzungen für die schaffen. ?Reif für die Couch? oder ?ein Fall für die Couch? wird als Synonym für ?bedarf der ? benutzt. ?Sofasport? ist eine ironische Redewendung, die für (das passive) Fernsehen (nicht nur von Sportsendungen) auf dem Sofa benutzt wird. Bekannt geworden ist das grüne -Sofa, auf dem der Humorist und Künstler seine Sketche präsentierte. Seine Vorliebe für dieses Möbelstück übertrug Loriot in die Trickfilme . Weitere farblich auffällige Sofas machten danach ?Karriere? im Fernsehen. Im Vorspann der langjährigen US-amerikanischen Zeichentrickserie spielt das Familiensofa eine variierend pointierende Rolle.

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   Forngrekisk vilsoffa (ur Nordisk familjebok).png|Darstellung eines Sofas im antiken Griechenland im 
   039 Theresianism Style - Interiors.jpg|Sofa, Nussholz geschnitzt. An den Zargen, den sechs geschwungenen Beinen und den in Voluten auslaufenden Armst�tzen Rocaillemotive und Schn�rkel. Theresianisch, 1750?1760.
   Loriots Sofa.JPG|s gr�nes Sofa in der , 2012

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Sofagarnitur

Eine '''Sofagarnitur''' (auch: '''Polster- ''' oder '''Couchgarnitur''') ist eine Zusammenstellung einzelner Sitzmöbel.
Das Wort beschreibt dabei die Zusammengehörigkeit der einzelnen Möbelstücke, d. h., dass die Einzelkomponenten das gleiche Design und den gleichen Bezug besitzen. Sie besteht meist aus einer Couch und zwei Sesseln.

Bauarten

In der Regel bezieht sich die Bezeichnung auf eine Kombination von Sofas mit einer unterschiedlichen Anzahl von Sitzplätzen. Sie werden daher auch als Sofagarnitur oder 3,2,1-Sofa bezeichnet. Polster-/Sofagarnituren sind als Möblierung für vorgesehen. Sie sind in vielen unterschiedlichen Farben, Formen, Funktionen und Materialien zu bekommen. Im Gegensatz zu einer Rundecke Sofas mit erhöhter Sitzfläche, die dem Bedürfnis älterer Menschen nach leichterem Sich-Erheben angepasst sind, werden umgangssprachlich ?Seniorensofa? genannt.

Design

Im Laufe der letzten 60 Jahre waren Polster-/Sofagarnituren mal mehr und mal weniger beliebt. Auch das variierte während der letzten Jahrzehnte stark. Während der 1950er und 1960er Jahre dominierten noch Materialien wie Holz in Kombination mit Stoff. Die Farben waren eher gedeckt und das Design funktional. In den 1950er Jahren saß die deutschsprachige Bevölkerung bevorzugt auf ?Rundecken?. Auch waren , z. B. Club-/Cocktail- und Fernsehsessel, beliebte Einrichtungsgegenstände. Zum Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre wandelte sich der Einrichtungsstil wesentlich, denn auch die Materialien veränderten sich. oder dominierte. Anstelle von gedeckten Farbtönen ? wie sie in den 1950er und 1960er Jahren noch gerne verwendet wurden ? bevorzugte man grelle Farben und große Muster (-Zeit).

Die Garnituren heute zeichnen sich meistens durch klare Formen und Farben aus. Der Einzelsitzplatz wird teilweise durch einen Hocker ersetzt, der variabel ? auch als Tisch ? genutzt wird. Der Trend geht zum Minimalistischen hin ? ohne große Muster oder schnörkelige Verzierungen.

Alternativen

, der generell eine Vorliebe für Einbaumöbel hatte, hat die nach seinem Entwurf erbauten Wohnhäuser mehrheitlich mit fest installierten gepolsterten Sitzreihen ausgestattet.

Siehe auch

  • , erhöhter Liege- und Essplatz in den muslimischen Ländern Zentralasiens

Literatur

  • Claudia Guderian: ''Die Couch in der Psychoanalyse. Geschichte und Gegenwart von Raum und Setting.'' Kohlhammer, Stuttgart 2003, ISBN 3-17-018048-7.
  • : ''Die Couch. Vom Denken im Liegen.'' Sigmund Freud Privatstiftung. Prestel, München u. a. 2006, ISBN 3-7913-3688-6.

Weblinks

Einzelnachweise